Nachricht

Marcus Fuhrmann ins Noviziat aufgenommen

"Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden"
(Röm 12,18)


Am Hochfest Peter und Paul, dem 29. Juni 2010, wurde unser Postulant Marcus Fuhrmann in das Noviziat aufgenommen. Er wählte sich den Namen ?Bruder Kasimir? (= der Friedensstifter).
In den zurückliegenden Monaten, dem Postulat, hat Herr Fuhrmann das Leben in der Ordensgemeinschaft kennengelernt und sich entschieden, seinen klösterlichen Lebensweg fortzusetzen.
Im nun beginnenden zweijährigen Noviziat wird Bruder Kasimir durch die Ordensgemeinschaft theologisch und im Geiste des alexianischen Charismas ausgebildet. Außerdem wird geprüft, ob er bereit ist, das Bekenntnis (Profess) zu den drei evangelischen Räten (Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen) abzulegen und sie zu halten, sowie, ob er die Fähigkeit und Neigung besitzt, in unserer Ordensgemeinschaft auf Dauer zu leben. Zugleich ist Bruder Kasimir aufgerufen, sich selbst zu prüfen und die Gemeinschaft möglichst gut kennenzulernen, um eine vor Gott, vor dem eigenen Gewissen und vor den Mitbrüdern verantwortete Entscheidung für eine Bindung auf Lebenszeit unter der Profess zu treffen.
Wir wünschen unseren neuen Mitbruder Gottes Segen und Freude in der Nachfolge Christi.


Vita des hl. Kasimir von Litauen
Der hl. Kasimir wurde am 5. Oktober 1458 in Krakau als zweiter Sohn des polnischen Königs Kasimir IV. geboren. Er wuchs unter dem frommen Einfluss seiner aus Österreich stammenden Mutter Elisabeth auf, die in ihrem Sohn frühzeitig die Liebe zu Gott förderte, und empfing eine gediegene höhere Bildung. Der polnische Geschichtsschreiber und Diplomat Jan Dlugosz nahm ihn als geistlicher Lehrer in die erzieherische Obhut. Von ihm lernte Kasimir schon in jungen Jahren, sich den christlichen Tugenden zuzuwenden.1471 wurde Kasimir zum König von Ungarn gewählt, trat aber die Regierung nie an. Da ihm selbst jeglicher Ehrgeiz und Machtwille fernlagen und sein Streben allein auf die religiöse Vervollkommnung gerichtet war, mag Kasimir erleichtert gewesen sein, als innenpolitische Strömungen ihrerseits den Plan frühzeitig zunichte machten. Zur Strafe schickte ihn der verärgerte Vater für einige Monate in die Verbannung.
Nach Krakau zurückgekehrt, regierte Kasimir dennoch Polen 1481-83 als Stellvertreter seines Vaters, während dieser sich in Litauen aufhielt. In dieser Zeit gab der junge Prinz dem Volk das Beispiel eines echten Christen, ja eines vollendeten Heiligen. So versammelte er zum Missfallen der Hofleute die Armen im Hof des Palastes und reichte ihnen selbst Speise und Almosen. Viele Notleidenden fanden bei ihm Unterstützung. Das polnische Volk verehrte Kasimir als seinen Helfer und Mittler und rühmte ihn vor allem wegen seiner Frömmigkeit, Reinheit und Gerechtigkeit. Einen großen Teil der Nacht brachte er regelmäßig im Gebet zu.
Am 4. März 1484 starb Kasimir im Alter von nur fünfundzwanzig Jahren in Grodno (Litauen) an einem Lungenleiden. Sein Grab befindet sich im Dom zu Wilna. 1604 wurde er heilig gesprochen. Kasimir ist der Patron Polens und Litauens und der Schutzheilige der Jugend. Sein Festtag ist der 4. März.