St. Alexius

Ordenspatron St. Alexius

Alexius lebte nach der Legende im 4./5. Jahrhundert und war Sohn des römischen Senatorenehepaares Euphemius und Aglaia. Sein Vater war ein barmherziger Mann und ließ regelmäßig drei Tische für Arme und Obdachlose herrichten.

Sein Wunsch war es, dass Alexius eine Frau von vornehmer Herkunft heiraten sollte. Er tat es. Doch in der Hochzeitsnacht verließ er sie mit Ihrem Einverständnis und gab ihr den Ehering zurück. Sein Weg führte nach Edessa, dem heutigen Urfa in der Türkei, wo er als Asket lebte und von seinem erbettelten Gaben sämtliche Arme speiste.

Legende aus dem 10. Jahrhundert

Eine Legende aus dem 10. Jahrhundert berichtet, dass er 17 Jahre als Bettler vor einer Kirche in Edessa lebte. Als dem Küster durch ein Gerücht kund wurde, dass dieser Bettler ein heiliger Mann sei, veranlasste er dessen Verehrung. Aber Alexius floh und wurde durch einen Sturm nach Rom zurückverschlagen, wo sein Vater den als Pilger Bettelnden nicht erkannte, aber mildtätig in sein Haus aufnahm. Dort lebte er mehrere Jahre unter einer Treppe. Von einigen Leuten soll er demütigend mit Spülwasser übergossen worden sein. Sterbend gab er sich schließlich durch ein Schreiben zu erkennen. Seine Eltern, Angestellte und viele andere Bürger waren bestürzt.

In St. Clemente in Rom gibt es ein Fresco aus dem 11. Jahrhundert. Dort wird dargestellt, dass sich am Sterbebett sogar der Papst eingefunden hätte.

Seine Verehrung erlangte ihren Höhepunkt im Spätmittelalter und in der Barockzeit. In der Ostkirche wird er heute noch sehr stark verehrt.